Auf dieser Seite
  1. Die deutsche Gewohnheit: eine 0 zu viel
  2. Warum Spanien mehr kostet
  3. Burofax: klingt nach Fax, ist Post
  4. Diese Nummern kommen nicht durch
  5. Von Mallorca bis Teneriffa: ein Land, zwei Uhren
  6. Was der Empfänger in Spanien sieht
  7. So senden Sie das Fax nach Spanien

Die deutsche Gewohnheit: eine 0 zu viel

Aus Deutschland kennen Sie die 0 vor jeder Ortsvorwahl. Der spanische Nummernplan hat dafür keine Entsprechung: Die Vorwahl ist fester Teil der Nummer, und gewählt werden immer alle neun Ziffern, auch innerhalb von Madrid. Eine Festnetznummer fängt mit 8 oder 9 an, nie mit 0. Mit einer 0 beginnen in Spanien Kurznummern wie die 091 der Nationalpolizei.

So reagiert FaxTonic, wenn Spanien als Land gewählt ist.
EingabeErgebnis
91 123 45 67Richtig
+34 91 123 45 67Richtig
0034 91 123 45 67Richtig
091 123 45 67Abgelehnt
+34 (0)91 123 45 67Abgelehnt

In den beiden letzten Fällen erscheint „Diese Faxnummer (Spanien) hat zu viele Ziffern. Prüfen Sie sie und lassen Sie eine internationale Vorwahl wie 00 oder 011 weg.“ Schuld ist hier die 0: Die eingeklammerte (0), die Sie von Nummern wie +49 (0)30 kennen, gehört nicht in eine spanische Nummer.

Warum Spanien mehr kostet

Mit 2,49 € pro Seite ist Spanien unser teuerstes Ziel. Nach Frankreich oder innerhalb Deutschlands sind es 1,49 €. Der Grund: Spanische Festnetznummern zu erreichen kostet mehr. Sie zahlen trotzdem pro Seite, nicht pro Minute, und um welche Uhrzeit Sie senden, spielt keine Rolle.

Das Deckblatt berechnen wir nicht. Weil jede andere Seite zählt, lohnt sich vor dem Hochladen ein Blick auf leere Seiten und Anlagen, die der Empfänger nicht braucht.

Burofax: klingt nach Fax, ist Post

Verlangt jemand in Spanien ein „burofax“, etwa ein Vermieter oder eine Anwältin, ist kein normales Fax gemeint. Das Burofax ist ein Dienst der spanischen Post Correos: Sie erhält das Dokument elektronisch, druckt es aus, kuvertiert es und übergibt es gegen Unterschrift. So lässt sich belegen, wann Sie etwas geschickt haben und wer es bekommen hat. Den Inhalt bestätigt Correos als Zusatzleistung.

Das kann FaxTonic nicht ersetzen. Unsere Statusseite zeigt nur, dass das Empfangsgerät das Fax bestätigt hat, und einen Sendebericht gibt es nicht. Ein Burofax senden Sie online über „Mi Oficina“ bei Correos oder in einer Postfiliale. Correos schreibt, das gehe online „von überall“, nennt aber keine Bedingungen für Absender im Ausland. Fragen Sie dort nach.

Diese Nummern kommen nicht durch

  • 6 sowie 71 bis 74: Mobilfunk. Das Feld meldet „Das ist eine Mobilfunknummer – Mobiltelefone können keine Faxe empfangen.“
  • 901 und 902: Servicenummern, deren Kosten ganz oder zum Teil beim Anrufer liegen. Bitten Sie um eine Festnetznummer mit Provinzvorwahl, etwa 91 für Madrid oder 93 für Barcelona.
  • 70: persönliche Nummern.
  • 803, 806, 807 und 905: Mehrwertnummern.
  • 400: Dieser Bereich ist seit April 2026 Werbeanrufen vorbehalten und darf keine Anrufe annehmen. Hier erscheint „Nummern aus diesem Bereich rufen nur an und können keine Faxe empfangen.“

Kostenlose Nummern mit 800 und 900 gehen durch die Prüfung. Ob ein Fax aus dem Ausland dort ankommt, können wir aber nicht zusichern.

Von Mallorca bis Teneriffa: ein Land, zwei Uhren

Nummern von den Balearen (971, 871), den Kanaren (922, 822, 928, 828), aus Ceuta (956) und Melilla (952) behandelt FaxTonic wie alle spanischen Nummern, zum selben Seitenpreis.

Anders ist nur die Uhrzeit auf den Kanaren. Auf dem Festland und den Balearen gilt dieselbe Zeit wie in Deutschland, auf den Kanaren ist es das ganze Jahr über eine Stunde früher. Faxen Sie um 9 Uhr, ist es auf Teneriffa 8 Uhr, auf Ihrem Deckblatt steht aber Ihre Uhrzeit mit dem Zusatz UTC+1 oder UTC+2.

Andorra (+376) und Gibraltar (+350) gehören nicht zu unseren Zielen. Mit diesen Vorwahlen erscheint „FaxTonic sendet nicht in dieses Land.“

Was der Empfänger in Spanien sieht

Die deutsche App druckt ein deutsches Deckblatt. Für ein spanisches öffnen Sie die spanische Fassung von FaxTonic. Dort ist die gesamte Bedienung auf Spanisch, die Preise bleiben in Euro.

In der Kopfzeile jeder Seite liest der Empfänger eine US-Nummer statt einer deutschen. Sie gehört FaxTonic und empfängt keine Faxe. Wer antworten soll, braucht also Ihre E-Mail-Adresse oder Ihre Telefonnummer mit +49 auf dem Deckblatt.

So senden Sie das Fax nach Spanien

  1. Speichern Sie das Dokument in einem der Formate PDF, JPEG und PNG. Ein Fax darf 20 Seiten haben, das Deckblatt mitgezählt. Wie es lesbar bleibt, steht in Dokument fürs Fax vorbereiten.
  2. Öffnen Sie FaxTonic, laden Sie die Datei hoch und füllen Sie das Deckblatt aus. Pflicht ist nur Ihr Name.
  3. Stellen Sie das Land auf Spanien um, auch wenn Deutschland schon voreingestellt ist. Sonst liest FaxTonic 91 123 45 67 als deutsche Nummer. Geben Sie dann die neun Ziffern ein, ohne 0 und ohne Durchwahl.
  4. Gleichen Sie die angezeigte Nummer mit dem Original ab. Vorne muss +34 stehen. Die Leerzeichen können sich verschieben: Aus 91 123 45 67 wird +34 911 23 45 67. Entscheidend sind die Ziffern. Prüfen Sie den Gesamtpreis und zahlen Sie per Karte, ein Konto brauchen Sie nicht.
  5. Warten Sie auf der Statusseite auf „Zugestellt“. Klappt es nicht, hilft Fax kommt nicht an.
  1. Erster Schritt in FaxTonic auf einem Handy: ein zweiseitiges Beispiel-PDF mit Seitenvorschau und eingeschaltetem kostenlosem Deckblatt.

    Datei hinzufügen. Das Deckblatt ist kostenlos und lässt sich abschalten.

  2. Zweiter Schritt in FaxTonic: Deutschland als Land gewählt, eine Faxnummer eingegeben und der Preis pro Seite.

    Land wählen und Faxnummer eingeben.

  3. Dritter Schritt in FaxTonic: Vorschau des Deckblatts, Faxnummer, Seitenzahl und Gesamtpreis mit der Schaltfläche zur Zahlung.

    Deckblatt, Nummer und Gesamtpreis prüfen, dann bezahlen.

  4. FaxTonic-Statusseite mit dem Vermerk „Zugestellt“ und der Uhrzeit jedes Schritts.

    Fax verfolgen: Die Statusseite zeigt, wann es zugestellt ist.

Bildschirme der FaxTonic-App auf einem Handy, mit einem Beispieldokument und einer erfundenen Faxnummer.

Geht das Fax nicht durch, läuft die Erstattung von selbst: Wir behalten eine Gebühr von 0,25 € + 2,9 % und buchen den restlichen Betrag zurück. Lehnt unser Faxdienstleister das Fax schon bei der Übergabe ab, bekommen Sie den ganzen Betrag. Ein zugestelltes Fax erstatten wir nicht, auch wenn die Nummer falsch war. Mehr dazu in der Erstattungsrichtlinie.

Quellen

  1. Bundesnetzagentur: Internationale Rufnummern (00 und Ländervorwahl)
  2. Spanisches Digitalministerium: Beschreibung des Nummernplans, neun Ziffern (auf Spanisch, PDF)
  3. Spanisches Digitalministerium: Praxisleitfaden zum Nummernplan (auf Spanisch, PDF)
  4. BOE: Nationaler Nummernplan, konsolidierte Fassung (auf Spanisch, PDF)
  5. BOE: Resolution vom 14. April 2026 zum Nummernbereich 400 (auf Spanisch)
  6. Correos: Was ein Burofax ist und wie es funktioniert (auf Spanisch)
  7. Correos: Burofax für Privatkunden (auf Englisch)
  8. BOE: Königliches Dekret 236/2002 zur Uhrzeit in Spanien (auf Spanisch)
  9. AEMET: Blitzkarte mit Hinweis zur offiziellen Uhrzeit (Festland, Balearen, Kanaren; auf Englisch)
  10. § 4 Einheiten- und Zeitgesetz, mitteleuropäische Zeit und Sommerzeit
  11. Spanische Regierungsdelegation in Ceuta: Verzeichnis (auf Englisch)
  12. Ciudad Autónoma de Melilla: Kontakt (auf Spanisch)
  13. ITU: Liste der Ländervorwahlen (Andorra, Gibraltar, Spanien; auf Englisch)

FaxTonic ist ein unabhängiger Faxdienst und steht in keiner Verbindung zu den hier genannten Behörden, Gerichten oder Unternehmen. Dieser Ratgeber ist keine Rechtsberatung. Faxnummern und Regeln ändern sich: Nennt Ihnen ein Schreiben eine Faxnummer, verwenden Sie diese.